Der Baum der Liebe wächst nun auch im Garten des Kinder- und Jugendhilfezentrums Schrobenhausen

Tilia ist der römische Name für die Linde, die über 1000 Jahre alt werden kann. Sie entwickelt sich zu einem großen, stattlichen Baum mit herzförmigen Blättern, und zeigt mit ihrer honigsüß duftenden Blütenfülle den Beginn des Sommers an.

Unter alten Linden haben sich schon unsere Vorfahren zum Tanz oder zur Beratung versammelt, noch heute existieren uralte Goethe- oder Luther-Linden!

Eine rund 4 Meter hohe Winterlinde "Tilia cordata" wächst nun seit ein paar Tagen im Garten des Kinder- und Jugendhilfezentrums in Schrobenhausen, das zu den Gewinnern des bundesweiten Wettbewerbes "365 Orte im Land der Ideen" gehörte und damit zum Empfänger eines Baumgeschenkes der bundesdeutschen Gärtner wurde. Die Linde wurde gestiftet von der Schrobenhausener Markenbaumschule W. Hörmann und eingepflanzt von Gärtnermeister Uli Walleser, ebenfalls aus Schrobenhausen.

Bei der Pflanzaktion wurde deutlich gemacht, wie sich Gärtner für eine lebenswerte Umwelt einsetzen. Dazu gehört unter anderem auch das Grün in den Städten. Gerade hier sorgt Grün für mehr Lebensqualität. Pflanzen tragen zur Verbesserung des Klimas bei, denn die Blätter filtern Feinstäube aus der Luft, kühlen und befeuchten die trockene Stadtluft und haben einen hohen Erholungs- und Freizeitwert.

Auf die fachgerechte Anzucht, aber auch auf das richtige Einpflanzen kommt es an: Gärtnermeister Walleser bekam sogar Applaus für seine Arbeit als er die langen Baumpfähle zum Anbinden des Baumes tief in den Boden geschlagen hatte. Zu Beginn der kleinen Feierstunde, zu der sich auch die ehemalige Bürgermeisterin Inge Eberle eingefunden hatte, spielte ein Mädchen ein wunderschönes Querflötenstück als Begrüßung vor (Frau Eberle war im Frühjahr 2006 diejenige, die das Kinder- und Jugendhilfezentrum als Empfänger des Baumgeschenkes vorgeschlagen hatte). Immer wieder sprangen die kleineren Kinder in die frisch ausgehobene, noch leere Baumgrube und spielten, wie es wäre, selbst einmal ein Baum zu sein. So "wuchsen" nacheinander kleine Birken, Fichten, Apfelbäumchen und sogar ein Erdbeerbaum auf wundersame Weise aus der Erde!

Als dann endlich die Linde an ihrem Platz stand, wurde sie feierlich besungen und mit einem Tüchertanz umrundet. Zwei muntere Jungen sagten Gedichte auf und ein weiterer las einen nachdenklichen Text zum Baum der Liebe, den er damit ausdrücklich "in unserem Garten willkommen" hieß. Die anwesenden Erwachsenen staunten über soviel Begeisterung und Kreativität, genauso aber auch über die Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder bei der Sache waren.

Eine kleine Überraschung hatte der Gärtner zum Schluss noch für die tatkräftigen Kinder parat: einen ganzen Korb voller Blumenzwiebeln konnten die kleinen Jungen und Mädchen nun rund um ihren neuen Baum einpflanzen, bis es schließlich dämmerte und kühl wurde. So neigte sich ein wunderschöner sonniger Nachmittag im Garten dem Ende zu, die kleinen und großen Bewohner des Kinder- und Jugendzentrums gingen müde und hungrig zurück ins Haus.

Weitere Informationen zum Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" gibt es unter www.land-der-ideen.de und www.die-gruene-stadt.de

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